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USA 2004 - 2007

Text & Fotos: Enrico Stirl

Routenplan Californication 2004
Los gings mit Air France via Paris nach Los Angeles (Kalifornien), was wohl jeder unter dem Synonym L.A. kennt. Schon beim Landeanflug ist das typische Antlitz des gigantischen Molochs L.A. zu erkennen: Flaches Häusermeer bis zum Horizont, die Straßen schachbrettartig angeordnet, durchschnitten von riesigen Highways. Mittendrin in diesem endlosen Häusermeer erhebt sich eine Insel gigantischer Wolkenkratzer - Downtown. So beeindruckend diese verspiegelten Bürotürme auch im ersten Moment sind, so sind sie jedoch auch beliebig mit jeder anderen amerikanischen Großstadt austauschbar. Der Großraum L.A. umfasst mittlerweile ca. 16 Millionen Einwohner - in etwa die Bevölkerungszahl der ehemaligen DDR. Da fällt mir spontan noch Kairo ein, da liegt die Bevölkerungszahl ähnlich hoch. Und noch etwas haben L.A. und Kairo gemeinsam: Sie liegen unter einer riesigen Dunstglocke von Smog. Niemand in L.A. geht zu Fuß, kaum einer benutzt die U-Bahn. Obwohl es nur ganze vier Linien in L.A. gibt, hätten wir bei unserer Fahrt mit der U-Bahn fast jeden Fahrgast per Handschlag begrüßen können, so leer waren die Wagen. Ein weiterer Nebeneffekt, daß jeder mit dem Auto fährt, ist der, dass zur Rushhour es überall nur noch im Schritt-Tempo vorwärts geht - egal ob der Highway nun fünf oder sechs Fahrspuren hat. Die einzigen Fahrspuren, die frei sind, sind die Car-pool-lanes (für Fahrgemeinschaften), welche an einer großen Raute auf dem Asphalt zu erkennen sind.
Auf den Bildern wirken die Banken- und Versicherungspaläste recht unspektakulär, aber steht man am Fuße selbiger, so kommt man sich recht verloren vor. So ist z. B. der Library Tower der U.S.Bank (der runde weiße Turm auf dem Bild oben rechts) über 300 Meter hoch. Aber davon abgesehen hat Downtown nichts Aufregendes zu bieten. Da muss man schon nach Hollywood fahren. Hollywood ist ein Stadtteil von L.A. wohingegen Westhollywood eine eigene Stadt ist. Klingt logisch, oder?
Der berühmte HOLLYWOOD-Schriftzug besteht aus 14 Meter hohen Buchstaben und ist schon von weitem zu sehen. Die Sterne auf dem Walk of Fame sind zum Teil noch namenlos (insgesamt gibt es davon wohl an die 2000), es besteht also eine reelle Chance einen der freien Sterne noch zu ergattern. Weitaus begehrter, weil schon so gut wie ausgebucht, ist der Platz vor Grauman's Chinese Theatre. Hier verewigt man sich nicht nur per Name, sondern auch per Hand- und Fußabdruck.
Beverly Hills haben auch gesehen. D. h. nur die hohen Mauern und dichten Hecken.
Nein, dies war kein Abstecher über die mexikanische Grenze, sondern ist Teil einer Filmkulisse in den Universal Filmstudios. Feuersbrünste, Explosionen, tosende Wassermassen, Erdbeben - alles kann man hautnah in den Filmstudios miterleben.
"Welcome to the Hotel California, such a lovely place, such a lovely face." (Genauer gesagt Hotel Figueroa)

Von unserem Fenster im Figueroa hatten wir einen direkten Blick auf´s Staplescenter, in welchem an diesem Abend die LA Lakers (Basketball) spielten. Da wir durch die Zeitumstellung von 9 Stunden am nächsten Morgen bereits in aller Frühe wach waren, hab ich mir dann Ausschnitte vom Spiel im Fernsehen angeschaut. Leider hatten die Lakers dieses Spiel vergeigt.

Union Station - L.A.'s Hauptbahnhof. Auch hier gilt im Grunde das gleiche wie für die U-Bahnen. Die Anzahl der Leute, die mit dem Zug fahren ist überschaubar.
Calico Ghosttown - ehemals Silberbergbaustadt, welche um 1900 verlassen wurde, nachdem der Silberpreis in den Keller gefallen war. Von diesen Geisterstädten aus der Zeit des Silber- bzw. Goldrausches gibt es einige in Kalifornien und Nevada zu sehen.
    
"It´s time to leave this town, it´s time to steal away. Let´s go get lost anywhere in the U.S.A."
Durch die Mojave-Wüste gings von L.A. nach Las Vegas (Nevada). Die Bäume rechts sind sogenannte Joshua-Trees. Davon gibt es reichlich in der Mojave-Wüste.

 
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