- go-stirl

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Surfin' USA ab 2014

Text & Fotos: Enrico Stirl


    

Als wir in L.A. / Hollywood ankommen, ist die Temperatur auf kühle 82°F / 28°C gefallen und wir packen unsere Jacken aus.

Der Hollywood Boulevard bedeutet natürlich Walk of Fame und Chinese Theater. Das Grauman’s Chinese Theater heißt seit 2013 TCL, nachdem sich dieser chinesische Konzern für über fünf Millionen Dollar die Namensrechte gesichert hatte. Die ältesten Abdrücke stammen von 1927, die aktuellsten natürlich aus diesem Jahr. Bei den Menschenmassen ist es nicht so einfach, freies Blickfeld zu erhalten.


Wo Hollywood ist, darf natürlich eine bestimmte Sekte nicht fehlen. (Bild unten)

Wetten, doch?
    

Anschließend steht noch eine Wanderung in die Hollywood Hills an. Dazu fahren wir zum Lake Hollywood Drive, Ecke Wonderview Drive. Hier kann man Parken. Von dort geht es über den Wonderview Drive (an jedem Grundstück stehen hier Warnschilder zur Security und "Armed Response") zum Tree-of-Life-Trail. Es ist wohl kein offizieller Wanderweg und der Pfad ist auch in keinem guten Zustand. Er ist holprig, steinig und rutschig. Nach einem knappen Kilometer Trampelpfad - bei dem man auf Klapperschlangen aufpassen sollte - und über 220 m Höhenunterschied, gelangt man zum Wisdom Tree, einem einsamen Baum auf dem Burbank Peak. Hier kann man auf der einen Seite über ganz L.A. blicken, während sich Richtung Norden Burbank vor einem ausbreitet.
    


Auf dem Bild rechts ist der einsame Baum auf dem Burbank Peak zu sehen. Geht man auf dem Kamm 1,5 Kilometer weiter Richtung Osten - zum Mt. Lee Summit - , bewegt man sich auf die HOLLYWOOD Buchstaben zu. Der erste Teil auf dem Bergkamm lässt sich gut laufen, aber dann geht es noch ein paar Mal recht steil hoch und runter, teilweise sind bis zu einem Meter hohe Absätze im Weg (siehe Bild unten). Aber wer, wie ich, zu Fuß den Grand Canyon bezwungen hat, lässt sich von so etwas natürlich nicht beeindrucken. ;-)



Hat man dies geschafft, gelangt man zur Rückseite der 15 Meter hohen und insgesamt 137 Meter langen HOLLYWOOD Buchstaben. Der Schriftzug selbst ist seit längerem eingezäunt und wird mit Infrarot-Kameras, Mikrofonen und Bewegungsmeldern überwacht. Aber dies hier ist der Punkt, an welchem man - auf legale Weise - dem Schriftzug so nah wie sonst nirgends kommen kann.
    


Ein weiterer Tag wird mal wieder in den Universal Studios verbracht. Nach wie vor unsere Nummer 1 ist der Simpsons Ride. Bei der Studio Tour gibt es jetzt auch eine 360°-3D-Attake zwischen King Kong und diversen Urzeit Viechern. Und ganz neu, erst seit dem 4. Juli, gibt es dort "The Walking Dead". Man muss sich im Finsteren durch ein von Untoten verwüstetes Hospital und Gefängnis kämpfen und wird an allen möglichen und unmöglichen Stellen von den Beißern attackiert. Nichts für schreckhafte Leute.
    

Am nächsten Morgen geht es früh nach Los Angeles Downtown. Zum US Bank Tower, der früher mal Library Tower hieß, oder kurz USBTFKALT - US Bank Tower Formerly Known As Library Tower. Knapp 14 Tage zuvor, am 25. Juni 2016, wurde die neue Aussichtsplattform OUE Skyspace eröffnet. Diese befindet sich im 69. und 70. Stockwerk. Aus 300 Metern Höhe kann man einen Rundumblick über The Great Smoky City werfen. Zusätzlich kann man auf einer 14 Meter langen Glasrutsche vom 70. in den 69. Stock an der Außenseite des Gebäudes rutschen. Wir brauchen nicht Schlange stehen, es ist nichts weiter los, wir sind sogar kurzzeitig die einzigen Personen auf dem Observation Deck. Im Inneren gibt es noch einen endlosen Spiegel im Boden, sowie diverse Animationen und Spielereien, die ganz witzig sind.


Aussichtsterrasse und GlasrutscheBunker Hill, Wolkenkratzer in Downtown

Da wir nicht wussten, wie das Kunstwerk auf dem linken Bild heißt, haben wir es kurzerhand "L.A. Penis Monument" getauft.
L.A. ist dreckig, laut, aggressiv und faszinierend.
Nirgends haben wir die Schattenseiten des amerikanischen Traumes so deutlich  gesehen wie hier (vielleicht in Detroit, aber da waren wir noch nicht).  Neben dem Luxus und Glitzer viel Müll, Dreck, Lärm, viel aggressives Verhalten im  Straßenverkehr bis hin zu jeder Menge abgewrackter Gestalten, denen man  an ihren Körpern und Gesichtern ansehen konnte, dass sie - anders als  die bei uns bettelnden Rotationseuropäer - tatsächlich im Arsch sind.
Wir sind deshalb auch irgendwie froh, als wir L.A. hinter uns lassen und stattdessen nach St.George in Utah - wo die Mormonen schöner wohnen - fahren.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü